Warum Playdates die neuen Mädelsabende sind

Letzte Woche hat es die kleine Große und mich an ganzen drei Nachmittagen zu anderen Müttern (und Vätern) samt ihrer Kinder verschlagen. Mal im Garten, mal Zuhause, mal zum Grillen, mal zu Kaffee und Kuchen oder zu Fruchtspießen. Aber immer mit Lachen, mal wieder Quatschen, dabei den Kids Zuschauen, immer wieder Staunen, ganz viel Austausch und sogar ein wenig Ruhe genießen. Das ist eine absolute Win-Win-Situation. Die Großen, wie die Kleinen, alle kommen auf ihre Kosten und gehen abends glücklich, zufrieden und total erschlagen schlafen. Und obwohl ich schon längere Zeit einen Artikel in den Entwürfen gespeichert habe, der von meiner Hassliebe zu Müttern handeln soll (geben wir es ruhig zu – Mütter sind schon ein ganz spezielles Völkchen), kann ich nach der letzten Woche unmöglich weiter daran schreiben. Wir hatten nämlich eine Menge Spaß. Von Hassliebe kann da gar keine Rede sein, das war einfach pure Freude.

Die Tatsache dich mit jemandem unterhalten zu können, genau zu wissen, was der Andere meint, gemeinsam über Schönes zu sinnieren um sich anschließend über kleine und große Nervtöter im Alltag auszutauschen, das alles ist wirklich Gold wert. Wenn die Kleinen dann auch noch ihren Spaß haben, eine gute Zeit verbringen und sich richtig auspowern ist der Tag wohl ziemlich perfekt gelaufen.

Und genau aus diesem Grund möchte ich heute eine Lanze brechen für die Treffen vonIMG_9158 Mamas und/oder Papas inklusive derer Kids, den Playdates. Ich hatte furchtbares Glück als gleich zwei wirklich enge Freundinnen vor 3 Jahren zeitgleich mit mir schwanger waren. Vollkommen unabgesprochen, das glaubt uns bis heute niemand. Vor allem jene Freundin, die praktisch um die Ecke wohnte, wurde zur Wegbegleiterin, Hoch-und-Tief-Versteherin und Babybauch-Diskussions-Partnerin. Dass unsere Kinder ebenfalls schon ab den ersten Monaten zusammen groß werden würden, war da natürlich klar. Und auch in dieser Schwangerschaft begleiten mich vier Freundinnen, ebenfalls schwanger, zumindest jeweils stückweise auf dem Weg. Und auch diese Kinder werden sicherlich einen Teil ihrer Kindheit miteinander verbringen. Das heißt in meinem Fall, dass bereits enorm viel „Playdate-Potenzial“ gegeben ist. Im besten Fall ist es nämlich so, dass Schwangerschaft, Mutterschaft und neue Lebenseinstellung alle Beteiligten nicht so weit verändern, dass man sich nichts mehr zu sagen hat (das passiert leider gar nicht mal so selten) und dann kann den gemeinsamen Tagen im Sonnenschein bei einem Stück Fantakuchen und Kindergelächter im Hintergrund nichts mehr im Wege stehen. Das Ganze ersetzt dann nämlich immer öfter den früher heißgeliebten Mädelsabend, der ja jetzt nur noch zustande kommt wenn sich die Erdplatten verschieben und die Sternenkonstellation eine ganz bestimmte Form annimmt. Schade eigentlich! Lasst euch übrigens bitte nicht zu sehr täuschen von meiner momentan sehr romantisch  und idealisiert ausfallenden Meinung über die Playdates. Zugegebenermaßen wird nämlich selbst der schönste Tag immer mal wieder durchzogen von Weinen, Meckern oder „Hallo Mama, ich brauche jetzt ganz dringend deine gesamte Aufmerksamkeit, unterbreche umgehend das Gespräch oder ich werde das tun – auf meine Weise“ 😉 . Drama, Drama, Drama… Aber was soll’s. Das gehört dazu und würde sicher wesentlich schlimmer ausfallen, wenn einem Zuhause die Decke auf den Kopf fällt und man immer nur unter sich ist.

Und übrigens: selbst wenn es bei euch an der Schwangerschafts-/Mutter-Front unterIMG_1030 Freunden nicht ganz so rosig aussieht wie bei mir, lasst euch gesagt sein: andere Mütter haben auch schöne Kinder! (Mal ganz abgesehen davon, dass es gar nicht verkehrt ist, auch Menschen im Umfeld zu haben, die keine Kinder haben – diese Energie, diese Gelassenheit, dieser Blick von außen.) 😀 Außerhalb meines eigenlichen Freundeskreises haben sich tolle Mamas und Kids gefunden, über deren Besuch sich jedes Mal nicht nur das Töchterchen riesig freut. Ich habe also das Glück, nicht nur langjährige Freundinnen zu haben, die zur selben Zeit wie ich diesen aufregenden Lebensabschnitt verbringen, sondern habe auch neue, interessante Frauen kennengelernt, die nochmal einen neuen Input, neue Inspirationen und neue Sichtweisen liefern. Und wer weiß, vielleicht werden das ja die Freunde der Zukunft sein. Als Mutter/Vater ergeben sich ohnehin immer wieder neue Gelegenheiten neue Eltern kennenzulernen, sodass man irgendwann wohl auch mal einen Glücksgriff landet und wirklich Menschen findet, mit denen man gute Gespräche führen kann, bei denen die Chemie einfach stimmt und deren Kennen sogar die Kleinsten als große Bereicherung empfinden.

Ich jedenfalls freue mich schon riesig auf die nächsten Playdates und füge noch schnell einige Punkte auf die Pro-Seite meiner „Mütterbekanntschaften“-Liste hinzu.

Habt eine schöne, sonnige Woche!

Liebste Grüße, Verena

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